a players life

a refs life

... well a players life

Mit Basketball kam ich das erste Mal im Alter von 13 Jahren in Berührung. Es hätte auch schon ein paar Jahre früher sein können, wenn ich auf meine Mum gehört hätte, die mich schon Jahre zuvor zum Basketball schicken wollte. Dies tat ich allerdings immer mit der einfachen Bemerkung "Basketball ist doof" ab. Rückwirkend betrachtet schäme ich mich natürlich zutiefst für diese Aussage über den wohl tollsten Sport der Welt.

Der Bruder meiner damals besten Freundin war Basketballtrainer und so kam es, dass wir nach und nach in diesen Sport hinein rutschten. Anfangs war es nur eine Schul-AG und ehe ich mich versah war ich im Verein. Ich erinnere mich noch genau an unsere ersten Trikots: knallrot, kratziger Stoff und viel zu groß. Leider gibt es hiervon keine Beweisbilder mehr. Nach unserer ersten Saison hatte meine Mum dann mit uns Erbarmen und spendierte meinem Team einen neuen Satz Trikots. Was waren wir damals Stolz.

Nach etlichen Jahren mit einem tollen Team kam im Sommer 2005 dann das erste Mal der große Schock im Training: Bänderanriss. Eine komplette Saison musste ich aussetzen. Danach plagten mich immer wieder diverse Wehwehchen an Fuß, Knie und Schienbein und irgendwann beschloss ich, das aktive Spielen aufzugeben. Just als ich diesen Entschluss getroffen hatte, rief mich meine Trainerin an und fragte mich, wie ich es fände, in der 2. Bundesliga zu spielen. Das schlug natürlich richtig ein. Gegen den ärtzlichen Rat sagte ich zu und verlängerte meine "Karriere" um ein weiteres Jahr. Die Saison in der 2. Liga zeigt mir, dass Leistung nicht alles ist, es machte einfach keinen Spaß unter so einem Druck zu spielen. Trotzdem war es eine sehr lehrreiche Zeit. Danach gab es noch mal ein Jahr just for fun und dann war wirklich Schluss mit Basketball.

Wie das bei Sportlern so ist, der Abschied vom Sport fällt immer schwer. Auch ich konnte nur ein paar Jahre komplett ohne den Sport aushalten und dank meines Freundeskreis entdeckte ich irgendwann Rollstuhlbasketball als gute Alternative. Ich begann in meiner Heimatstadt mit dem Training und fand auch in meiner Wahlheimat Hessen tolle Vereine, die mich super aufgenommen haben. Anfangs waren meine Hände über und über mit Blasen und offenen Stellen, aber je länger ich diesem Sport nachging, desto mehr Spaß machte es. Letztes Jahr konnte ich meine Sportlerlaufbahn dann mit dem Sieg bei der Deutschen Meisterschaft der Damen mit einem tollen Team krönen. Und danach war wirklich Schluss mit der aktiven Zeit als Sportler. Alles in allem war es eine klasse Zeit, die icht für nichts in meinem Leben eintauschen möchte, allein schon wegen der vielen lieben Menschen, die ich hierdurch kennenlernen durfte.